Über mich

Im Alter von 9 Jahren habe ich mit der Querflöte begonnen. Mit 12 Jahren – ziemlich spät – beschloss ich, Musikerin zu werden. Zu dieser Zeit begann ich auch mit dem Klavierspielen. Beim Flötenspiel hatte ich Schwierigkeiten. Obwohl ich als sehr musikalisch galt, lag ich 2-3 Jahre hinter meinen Altersgenossen zurück. Das Gleiche galt auch für Gehörbildung.

Mit 14 Jahren schaffte ich es auf die Musikfachschule, aber meine Teenagerjahre waren mit Nachhilfestunden ausgefüllt. Ich war der Schlechteste von allen. Trotzdem bin ich jedes Mal auf die Bühne gegangen, auch wenn ich wusste, dass ich keinen Erfolg haben würde. Jedes Mal, wenn ich meine eigenen Schatten überwunden habe, wurde ich stärker, selbstbewusster und entschlossener.

Mit 17 trat ich in die Big Band ein, wo ich Es-Saxophon-Noten in Bassschlüssel transponierte. Ich mochte das sehr, aber meine Lehrerin war nicht begeistert, deshalb musste ich leider damit aufhören. Dennoch blieb es ein bleibendes Erlebnis, das auch meine spätere musikalische Laufbahn beeinflusst hat.

Nach dem Abitur kam ich durch unerwartete Hilfe nach Salzburg, auf die Universität Mozarteum. Nach vielen Jahren des Kampfes und zahlreichen Rückschlägen wurde ich an einer der besten Musikhochschulen der Welt aufgenommen, ausschließlich aufgrund meiner Leistungen und meines Könnens.

Als ich mit 20 Jahren anfing zu unterrichten, merkte ich, wie sehr mir das gefällt und wie leicht ich mich dabei tat. Neben der klassischen Flöte lernte ich Jazz- und Popmusik und zu improvisieren. Eine neue Welt tat sich mir auf. Aus der schlechtesten Flötistin wurde ich eine der Besten meiner Klasse. Meine Professorin Hertha Mergl sagte: „Ich bin nicht hier, um dir vorzuschreiben, welchen Weg du gehen sollst, sondern um dich auf dem Weg zu unterstützen, den du selbst wählst.“ So tat sie auch.

Während meines Studiums habe ich bereits zwei Stellen an Musikschulen erhalten. Ich habe als Bühnenmusiker am Salzburger Landestheater gespielt, bei der Camerata Academica ausgeholfen und Adventskonzerte in der Festung Hohensalzburg gegeben. Mit dem Salzburger Festspielorchester tourte ich zum Budapester Frühlingsfestival, und auch Lisi Fuchs‘ Orchester, die Philharmonie Salzburg, fehlte nicht in meinem Repertoire. Ich arbeitete mit Down-Syndrom Kindern und Jugendliche, leitete musikalische Projekte in der Nachmittagsbetreuung und in der Stadtbibliothek, mehrtätige Workshops in Schulen und Flötenensembles in verschiedenen Flötencamps..
Seit 2010 komponiere ich, zunächst nur auf Anfrage, für Hip-Hop-Tanztheaterstücke. 2020 veröffentlichte ich mein erstes Album mit eigenen Kompositionen, und im Dezember 2025 erschien mein erstes Klavieralbum.

Ich habe gelernt, dass die Liebe zur Musik und zu meinen Schülern sowie die Demut gegenüber der Musik das Wichtigste sind. Trotz aller Schwierigkeiten in der Vergangenheit mache ich heute das, was ich am meisten liebe. Der Kampf hat sich gelohnt.
Diesen Weg möchte ich auch meinen Schülern in unseren Stunden ermöglichen. Damit sie das spielen können, was sie am meisten lieben. Ich bemühe mich immer darum, dass meine Schüler nicht aus Pflichtgefühl oder Zwang kommen, sondern dass sie Spaß daran haben und es lieben. Dann wird die Musik ihre Seele durchdringen und ihre Herzen erfüllen.

Zufriedene Schüler
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Jahre Unterrichtserfahrung
1
Schülerkonzerte
1+